Missionszentrale der Franziskaner

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Olympische Spiele im Kontext gesellschaftlicher Verantwortung

Franziskaner in der Favela Rocinha, einem Hotspot der Konflikte in Rio

In der Olympischen Charta steht: „Ziel des Olympismus ist es, den Sport in den Dienst der harmonischen Entwicklung der Menschheit zu stellen, um eine friedliche Gesellschaft zu fördern, die der Wahrung der Menschenwürde verpflichtet ist.“

Diesen olympischen Gedanken bei den Menschen während der Spiele wieder ins Bewusstsein zu rufen, haben sich die Franziskaner um Fr. Sandro zur Aufgabe gemacht.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Copacabana und dem vornehmsten Stadtviertel „São Conrado“ liegt die Favela Rocinha. Als Hotspot von Banden, Drogen und Kriminalität haben die Menschen dort oft nur wenige Perspektiven. Fr. Sandro und seine zwei Mitbrüder leben unter einfachsten Bedingungen mittendrin. Sie setzen sich vor allem dafür ein, dass Kindern und Jugendlichen eine Zukunft außerhalb der Jugendbanden ermöglicht wird.

Denn ganz im Sinne der olympischen Idee haben auch die Menschen in den Favelas ein Recht auf umfassenden Bildung, gute Arbeit, menschenwürdige Wohnverhältnisse und ein Leben in Würde.

Impuls

In Äthiopien herrscht seit über einem Jahr Dürre

In letzter Minute erreicht mich heute ein Notruf von Schwester Almaz aus Jajura in Äthiopien. Weil die Zeit drängt, möchte ich diese dringende Bitte um Hilfe in den Vordergrund meines Briefes an Sie stellen.

Dramatische Szenen spielen sich in der Gesundheitsstation der Franziskanerinnen ab: Jebessa steht schon bei Sonnenaufgang an der Eingangstür zur Gesundheitsstation. Sie trägt ein aus Stofffetzen zusammengeflicktes Kleid. Sie ist dünn. Viel zu dünn. Drei Kinder sind bei ihr. Das jüngste, wenige Monate alt, liegt apathisch in ihrem Arm. Ihre Tochter und ihr Sohn hängen an einem Zipfel ihres Kleides. Sie können sich kaum noch auf den Beinen halten. Alle sind so schwach. Hunger trieb sie vier Stunden über schrundigen betonharten Boden. Ringsum nur versiegte Bäche und Tümpel. Soweit das Auge reicht, kein einziges grünes Fleckchen. Jebessa will irgendwohin, wo es Essen und Wasser gibt, egal, wo das ist. Sie und ihre Kinder bekommen Hilfe bei den Franziskanerinnen. Noch!

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„Teilt das Leben der Menschen.“

Elf Freiwillige nach Bolivien und Indien entsandt

Mit einem bewegenden Aussendungsritual, welches am Ende des Gemeindegottesdienstes in der Albertus-Magnus-Kirche in Bad Godesberg durchgeführt wurde, endete die Vorbereitung des Freiwilligenkurses 2016/2017. Die Freiwilligen bekamen ein Tau-Zeichen überreicht und wurden daran erinnert, dass sie an ihren Einsatzorten das Leben der Menschen teilen sollen – ihre Freude und Hoffnung, aber auch ihre Sorge und ihr Leid. Anfang August werden sie in ihre Einsatzländer ausreisen.

In diesem Jahr werden alle Freiwilligen in Projekten mit Kindern arbeiten - sowohl in Schulen, als auch in Kindertagesstätten und Straßenkinderprojekten. Sechs Freiwillige werden in drei unterschiedlichen Projekten in Cochabamba (Bolivien) eingesetzt und fünf Freiwillige gehen nach Indien.

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