Schule unter freiem Himmel
Franziskanerinnen organisieren Schulunterricht für Flüchtlingskinder in Aquin
Die Franziskanerinnen leiten in Aquin, einer Kleinstadt im Süden von Haiti, die einzige Schule der Stadt. Zum Glück wurde Aquin vom Erdbeben kaum getroffen und es gab keine Verletzten oder Toten. Doch in den Tagen nach dem großen Beben setzte der Strom von Flüchtlingen aus der Hauptstadt ein, womit die meisten Familien hoffnungslos überfordert sind. Es kommen nicht nur die direkten Familienangehörigen, sondern auch entfernte Verwandte und Freunde.
Kinder und Jugendliche sind in großer Zahl unter den Flüchtlingen und sie tun sich schwer, das Trauma des Erdbebens zu verarbeiten. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Wiedergewinnung einer gewissen Normalität des Lebens, wozu vor allem der Schulbesuch gehört. Deshalb hat die Schule in Aquin begonnen, möglichst alle Kinder und Jugendlichen, die aus Port-au-Prince gekommen sind, in ihre Schulklassen zu integrieren.
Oft sind damit die Klassen auf über das Doppelte angewachsen (100 Kinder und mehr), wofür die vorhandenen Räume zu klein sind. Deshalb werden - wenn es nicht regnet - die Kinder im Freien unter Bäumen unterrichtet.
Es fehlen Hefte, Stifte und Bücher und es müssen Hilfslehrer gesucht werden, damit die große Zahl der Kinder so gut es geht unterrichtet werden kann. Und ebenso wichtig ist die Schulspeisung. Die Eltern oder Gastfamilien der Kinder haben selbst zu wenig zu essen und können ihre zahlreichen Gäste nicht zusätzlich versorgen. Deshalb bemühen sich die Franziskanerinnen, dass jedes Kind eine warme Mahlzeit am Tag erhält.
Bitte helfen Sie mit, dass die Kinder auch in den nächsten Tagen ein warmes Essen erhalten und zur Schule gehen können.

